Hundefreundliche Campingplätze in der Schweiz: Die besten Tipps für den Urlaub mit Hund

Die Schweiz mit dem Hund entdecken, das klingt nach dem perfekten Abenteuer. Berge, Seen, frische Luft und ein treuer Begleiter an der Seite: Kaum etwas macht einen Camping-Urlaub schöner. Doch wer schon einmal mit Hund verreist ist, weiss: Nicht jeder Campingplatz ist wirklich hundefreundlich. Darf der Hund überall hin? Gibt es genug Auslauf? Und was musst du vor der Abreise unbedingt abklären? In diesem praktischen Blogpost erfährst du, worauf es bei der Wahl des richtigen Campingplatzes ankommt und wie du den Aufenthalt für dich und deinen Hund so entspannt wie möglich gestaltest.

Mit Hund

8 Minuten

Familie mit Hund auf Stellplatz mit VW Bus mit Hund, 4 Erwachsene, 2 Kinder

Was macht einen Campingplatz hundefreundlich?

Nicht jeder Campingplatz, der «Hunde erlaubt» schreibt, ist auch wirklich für Vierbeiner geeignet. Beim Suchen lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Diese Kriterien helfen dir, den richtigen Platz zu finden.

Sind Hunde erlaubt?

Zuerst das Wichtigste: Sind Hunde überhaupt zugelassen? Viele Campingplätze erlauben Hunde, aber mit Einschränkungen. Informiere dich vorab, ob bestimmte Rassen ausgeschlossen sind, ob Leinenpflicht auf dem gesamten Gelände gilt, ob es eine Begrenzung pro Stellplatz gibt und ob ein Aufpreis anfällt. Diese Details findest du oft auf der Webseite oder du fragst direkt beim Campingplatz nach.

Spazierwege und Natur in der Nähe

Ein hundefreundlicher Campingplatz liegt idealerweise in der Nähe von Wiesen, Wäldern oder Feldwegen, auf denen du mit deinem Hund problemlos spazieren gehen kannst. Schau dir auf der Karte an, ob es Grünflächen, Waldränder oder ruhige Wege in unmittelbarer Umgebung gibt. Das erleichtert die täglichen Spaziergänge enorm, besonders bei frühen Morgenrunden.

Ausserdem entscheidet die Lage des Campingplatzes oft darüber, wie viel du mit deinem Hund unternehmen kannst. Ein Platz in der Nähe von Wanderwegen, Seeufern oder Promenaden bietet dir täglich Abwechslung und ohne lange Autofahrten. In der Schweiz gibt es viele Regionen, wo du vom Campingplatz aus direkt in die Natur starten kannst.

Schattige Plätze und ruhige Ecken

Hunde vertragen Hitze oft schlechter als Menschen. Achte darauf, ob der Campingplatz baumbestandene Stellplätze oder schattige Bereiche anbietet. Ein ruhiges Plätzchen abseits des Trubels ist genauso wichtig – damit sich dein Hund entspannen kann und nicht ständig durch Lärm oder vorbeilaufende Menschen aufgeregt wird.

Sauberkeit und Entsorgung

Ein gut organisierter Campingplatz stellt ausreichend Abfallbehälter zur Verfügung und kommuniziert klar, wo Gassirunden erlaubt sind. Achte auf Hinweisschilder und halte dich an die Regeln, was dazu beiträgt, dass Hunde auf dem Platz langfristig willkommen bleiben.

Gesicht von Hund im Vordergrund, Paar vor Camper unscharf im Hintergrund

Praktische Planungsinformationen

Beste Reisezeit

Die schönste Zeit für hundefreundliche Wanderungen in der Schweiz ist Mai bis Oktober. Im Frühling und Herbst ist es angenehm kühl, was besonders aktiven Hunden zugutekommt. Im Sommer vermeide die Mittagshitze und wähle schattige Routen oder Touren in höheren Lagen. Aber auch im Winter kannst du mit deinem liebsten Begleiter tolle Wanderungen im Schnee vornehmen.

Anreise und Parkplätze

  • Mit dem ÖV: Hunde reisen im Schweizer Zug mit einem halben Billett mit. In Seilbahnen und Bergbahnen gelten unterschiedliche Regeln. Informiere dich vorab direkt beim Anbieter.
  • Mit dem Auto: An beliebten Ausgangspunkten sind Parkplätze früh voll. Plane eine frühe Anreise ein, besonders an Wochenenden und Feiertagen.

Leinenpflicht und Schutzgebiete

  • In vielen Naturschutz- und Wildruhegebieten gilt Leinenpflicht oder Betretungsverbot, besonders während der Brut- und Setzzeit (Februar bis Juli).
  • Achte auf die Beschilderung vor Ort und informiere dich vorab beim jeweiligen Kanton oder Naturpark.
  • In Gebieten mit Weidetieren (Kühe, Schafe) den Hund unbedingt anleinen und Abstand halten.

Ausrüstungsempfehlungen

  • Wasser und Trinknapf für Hund und Mensch.
  • Ein Erste-Hilfe-Set für Hunde, mit Zeckenzange und Pfotenpflege.
  • Leine und Extrageschirr mitbringen. Eine kürzere Schleppleine ist auf engen Pfaden praktisch.
  • Eine Hundedecke oder -matte eignet sich gut für Pausen auf steinigem oder nassem Untergrund.
  • Dokumente und Gesundheit im Griff haben

Dokumente und Gesundheit im Griff haben

Bevor es losgeht, überprüfe, ob alle Papiere vollständig und aktuell sind. Das ist besonders wichtig, wenn ihr die Schweizer Grenze überquert.

  • Impfungen: Der EU-Heimtierausweis muss eine gültige Tollwutimpfung belegen. Frag deinen Tierarzt, ob alle Schutzimpfungen auf dem aktuellen Stand sind.
  • Mikrochip: In der Schweiz ist die Kennzeichnung via Mikrochip Pflicht. Stell sicher, dass die Daten in der AMICUS-Datenbank korrekt eingetragen sind.
  • Reisedokumente: Nimm den Heimtierausweis immer mit. Wenn du aus einem EU-Land einreist, brauchst du ihn an der Grenze.
  • Zeckenschutz: Gerade in Wäldern und auf Wiesen ist Zeckenschutz ein Muss. Besprich das am besten vorher mit deinem Tierarzt.

Reisepausen einplanen

Lange Autofahrten können für Hunde anstrengend sein. Plane deshalb alle zwei Stunden eine kurze Pause ein, damit dein Hund sich die Beine vertreten, trinken und schnuppern kann. Schau im Voraus, wo es entlang der Strecke geeignete Rastplätze oder kleine Grünflächen gibt. Dein Hund wird die Fahrt viel entspannter überstehen, und du auch.

Wetter und Gelände im Auge behalten

Die Schweiz bietet unglaublich viel Abwechslung, vom Seeufer bis zum Bergpfad. Überleg dir vor der Reise, welches Terrain zu deinem Hund passt. Ein älterer Hund mit Gelenkproblemen freut sich über flache Spaziergänge am See, während ein junger, energiegeladener Hund auch anspruchsvollere Wanderungen geniesst. Informiere dich ausserdem über die Wettervorhersage und pack entsprechend ein, zum Beispiel ein Regenmantel für deinen Hund oder eine Hundedecke für kühle Bergnächte.

Tipps für einen entspannten Aufenthalt auf dem Campingplatz

Wenn ihr einmal auf dem Platz angekommen seid, geht es darum, es euch und eurem Hund so angenehm wie möglich zu machen. Mit ein paar einfachen Massnahmen läuft der Aufenthalt entspannter für alle.

  • Komfort bei Wärme

    Sorge für ausreichend Schatten und frisches Wasser. Gerade an heissen Tagen braucht dein Hund einen ruhigen Rückzugsort. Vermeide Aktivitäten in der Mittagshitze und plane Spaziergänge lieber am Morgen oder Abend.

  • Ruhezeiten & Rücksicht

    Gegenseitige Rücksichtnahme sorgt für ein entspanntes Miteinander. Halte die Ruhezeiten ein und informiere den Campingplatz bei Bedarf über einen ruhigeren Stellplatz für deinen Hund. So geniessen alle einen angenehmen Aufenthalt.

  • Lein

    Auf den meisten Campingplätzen gilt Leinenpflicht. Nicht alle Mitcamper mögen Hunde, und nicht alle Hunde verstehen sich auf Anhieb. Halte deinen Hund in deiner Nähe und respektiere andere Gäste sowie die Platzregeln. So bleibt der Aufenthalt für alle angenehm.

Ausflüge und Aktivitäten mit Hund in der Schweiz

Die Schweiz ist für Camping mit Hund geradezu gemacht: kurze Wege in die Natur, gut ausgeschilderte Wanderwege, hundefreundliche Regionen und eine Landschaft, die zum Entdecken einlädt. Egal ob du einen Roadtrip planst oder eine Woche an einem festen Standort verbringst, es gibt viele Möglichkeiten, den Tag gemeinsam mit deinem Hund zu gestalten.

Einfache Wanderungen

Die Schweiz bietet unzählige Wanderwege in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Für Hunde besonders geeignet sind gut befestigte, flachere Routen, die keinen grossen Höhenunterschied verlangen. So macht die Tour beiden Spass und du musst deinen Vierbeiner nicht tragen oder hetzen.

Seespaziergänge

Ein Spaziergang entlang eines Schweizer Sees ist für Mensch und Hund eine wunderbare Sache. Viele Uferpromenaden sind gut zugänglich, und dein Hund hat die Möglichkeit, das Wasser zu schnuppern oder, je nach Ort und Jahreszeit, sogar reinzuspringen. Achte vorher kurz auf die lokalen Regeln, ob Hunde am Ufer oder beim Badeplatz erlaubt sind.

Aussichtspunkte und Panoramalagen

Schweizer Aussichtspunkte sind oft auch ohne grosse Anstrengung erreichbar. Viele Panoramalagen lassen sich mit einer gemütlichen Wanderung kombinieren – der Aufwand lohnt sich, und dein Hund ist erfahrungsgemäss genauso begeistert von frischer Bergluft wie du.

Gemütliche Tagesausflüge

Kurze Ausflüge in nahegelegene Dörfer, Naturschutzgebiete oder Täler eignen sich gut, wenn du nicht den ganzen Tag wandern möchtest. Viele Ortschaften in der Schweiz sind hundefreundlich, und du findest häufig Restaurants oder Cafés, die auch Hunde willkommen heissen.

Älteres Paar an Campingtisch sitzen vor Camper mit zwei Hunden

Checkliste: Camping mit Hund in der Schweiz

Das solltest du beim Buchen eines hundefreundlichen Campingplatzes prüfen.

  • Sind Hunde erlaubt und gelten Leinenpflicht-Regeln?
  • Gibt es Wiesen, Wege oder Grünflächen in der Nähe zum Spazierengehen?
  • Sind Schattenplätze und ruhige Bereiche vorhanden?
  • Sind Abfallentsorgungsmöglichkeiten (Hundesackerl-Spender) vorhanden?
  • Ist der Campingplatz in der Nähe von Wanderwegen, Seen oder Promenaden?

Das solltest du für das Camping mit Hund einpacken.

  • Genug Futter und Trinkwasser für die Reise
  • Gewohntes Hundebett oder Decke für mehr Komfort
  • Leine, Halsband und ggf. Schleppleine
  • Kotbeutel und Reinigungsutensilien
  • Erste-Hilfe-Set für Hunde
  • Impfausweis und Ausweispapiere des Hundes
  • Zeckenzange und Floh-/Zeckenschutz
  • Spielzeug und vertraute Gegenstände gegen Stress
  • Handtuch zum Abtrocknen nach dem Baden oder bei Regen

Camping mit Hund auf den Camping Lodge Campingplätzen

Auf den Camping Lodge Campingplätzen sind Hunde herzlich willkommen und finden ideale Bedingungen für gemeinsame Ferien. Auf allen Stellplätzen sind bis zu zwei Hunde erlaubt. Reisende mit mehreren Hunden bitten wir, vor der Buchung per E-Mail Kontakt aufzunehmen. Damit sich alle Gäste wohlfühlen, gilt auf sämtlichen Campingplätzen Leinenpflicht. Hunde dürfen ihre Besitzerinnen und Besitzer gerne in die Restaurants begleiten, haben jedoch keinen Zutritt zu Sanitäranlagen, Shops oder Kiosken. Bitte führe deinen Hund für das Geschäft ausserhalb des Campingplatzes aus und achte darauf, dass er auf dem Campinggelände nicht markiert.

Camping Erlach: Badeplausch und Spaziergänge

Der Camping Erlach am Bielersee ist ein echtes Paradies für Gäste, die ihre Ferien gemeinsam mit ihrem Vierbeiner verbringen möchten. Hunde sind auf den Stellplätzen willkommen und können an warmen Tagen im Bielersee eine erfrischende Abkühlung geniessen. Rund um den Campingplatz befinden sich verschiedene Naturschutzgebiete. Die schattigen Wege laden zu entspannten Spaziergängen ein und bieten auch an heissen Sommertagen angenehme Bedingungen. Es gilt die Leinenpflicht, damit die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt geschützt bleibt.

Camping Alpenblick: Spaziergänge an der Lombach und Abkühlung im Thunersee

Auf dem Camping Alpenblick in Unterseen bei Interlaken erwartet dich eine ideale Kombination aus Natur, Wasser und Bewegung. Besonders beliebt bei Hundebesitzerinnen und Hundebesitzern ist die nahe gelegene Lombach-Promenade. Die flachen Wege eignen sich perfekt für gemütliche Morgenrunden oder längere Spaziergänge am Abend. Nur wenige Schritte vom Campingplatz entfernt liegt zudem der Thunersee. Hier können Hunde an geeigneten Stellen das Wasser geniessen und sich nach einer Wanderung oder einem Ausflug abkühlen.

Camping Jungfrau: Gemeinsam die Bergwelt entdecken

Wer Bergferien mit Hund liebt, ist auf dem Camping Jungfrau in Lauterbrunnen genau richtig. Das Tal bietet zahlreiche Spazier- und Wanderwege für jede Kondition. Besonders schön sind die Wege entlang der Weissen Lütschine, wo das Wasser den ständigen Begleiter bildet. Auch viele der umliegenden Wanderwege sind hervorragend für Ausflüge mit Hund geeignet. In ausgewählten Unterkünften sind Hunde ebenfalls erlaubt. Da nicht alle Mietobjekte für Haustiere geeignet sind, empfiehlt sich eine Anfrage per E-Mail vor der Buchung.

Camping Lausanne: Unterwegs am Ufer des Genfersees

Der Camping Lausanne in Vidy liegt am Genfersee und bietet ideale Möglichkeiten für tägliche Spaziergänge mit dem Hund. Ob frühmorgens mit Blick aufs Wasser oder während des Sonnenuntergangs: Die weitläufigen Promenaden rund um Vidy gehören zu den schönsten Spazierwegen der Region. Dank der Nähe zur Stadt Lausanne lassen sich zudem Natur und städtisches Flair problemlos miteinander verbinden.

Camping Bad Ragaz: Naturerlebnisse entlang von Rhein und Giessenpark

Ruhige Spaziergänge, viel Grün und abwechslungsreiche Wege machen den Camping Bad Ragaz zu einem beliebten Ziel für Hundebesitzer*innen. Direkt in der Umgebung laden der Rhein sowie der Giessenpark zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Die Wege führen durch schattige Parkanlagen, entlang des Wassers und durch naturnahe Landschaften. Nach einem aktiven Tag können sich sowohl Mensch als auch Hund auf dem Campingplatz entspannen und die ruhige Atmosphäre der Ferienregion geniessen.

Entspannte Ferien für Mensch und Hund

Ob am See, im Tal oder in den Bergen: Die Camping Lodge Campingplätze bieten beste Voraussetzungen für unvergessliche Ferien mit Hund. Mit etwas Rücksichtnahme auf andere Gäste und der Natur steht gemeinsamen Abenteuern, langen Spaziergängen und erholsamen Tagen im Freien nichts im Weg. So wird der Campingurlaub für die ganze Familie, inklusive Vierbeiner, zu einem rundum gelungenen Erlebnis.

Paar an Tisch sitzen vor Camper mit Hund

Häufig gestellte Fragen: Camping mit Hund in der Schweiz

Welche Regeln gelten auf Campingplätzen für Hunde?

Die meisten Campingplätze haben klare Regeln für Hunde, die du vor der Ankunft kennen solltest. In der Regel gilt Leinenpflicht auf dem gesamten Gelände. Während der Ruhezeiten, meist mittags und nachts, sollte dein Hund keinen Lärm machen und andere Gäste nicht stören. Hinterlassenschaften musst du selbstverständlich immer sofort beseitigen. Viele Plätze stellen dafür Tüten und Abfallbehälter bereit. Generell gilt: Rücksicht auf andere Camperinnen und Camper ist das Wichtigste für ein entspanntes Miteinander.

Brauche ich besondere Dokumente für meinen Hund?

Ja, ein paar Unterlagen solltest du immer dabei haben. Für Hunde in der Schweiz ist ein gültiger Impfausweis Pflicht, besonders der Nachweis der Tollwutimpfung. Dein Hund muss zudem mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Wenn du aus dem Ausland in die Schweiz einreist, benötigst du den EU-Heimtierausweis oder einen gleichwertigen Nachweis. Informiere dich vor der Reise kurz beim Veterinäramt oder auf der offiziellen Schweizer Behördenwebsite, damit du nichts vergisst.

Was tue ich, wenn mein Hund nicht an Camping gewöhnt ist?

Keine Sorge, das lässt sich üben. Mach am besten zuerst einen kurzen Probeausflug, zum Beispiel eine Nacht in der Nähe von zu Hause. Bring vertraute Dinge mit, wie die Lieblingsdecke, das gewohnte Futter oder ein bekanntes Spielzeug. Das hilft deinem Hund, sich schneller wohlzufühlen. Gewöhne ihn schrittweise an neue Geräusche und Gerüche, und plane am Anfang ruhigere Tage ein, damit er in seinem eigenen Tempo ankommen kann.

Wie finde ich heraus, ob ein Campingplatz wirklich hundefreundlich ist?

Schau dir zuerst die Website des Campingplatzes genau an. Viele Plätze listen ihre Regeln und Annehmlichkeiten für Hunde direkt auf. Achte auf konkrete Hinweise wie eingezäunte Auslaufbereiche, Hundedusch- oder Waschstationen und separate Spazierwege. Noch besser: Ruf einfach direkt beim Campingplatz an und frag nach. So weisst du genau, was dich erwartet, und kannst dir sicher sein, dass dein Hund dort willkommen ist.

Was sind die Leinenpflichten auf Campingplätzen und in der Umgebung?

Auf dem Campingplatz selbst gilt fast immer Leinenpflicht. Dein Hund darf das Gelände in der Regel nur angeleint betreten und sich dort bewegen. In der näheren Umgebung, zum Beispiel auf Wanderwegen oder in Naturschutzgebieten, können zusätzliche Regeln gelten. Informiere dich am besten vor Ort oder beim Campingplatzpersonal über die lokalen Vorschriften. In manchen Gebieten gilt die Leinenpflicht saisonal oder ganzjährig zum Schutz der Wildtiere.

Gibt es Einschränkungen für Hunde in bestimmten Jahreszeiten?

Ja, das kommt vor. Einige Campingplätze erlauben Hunde nicht während der Hauptsaison im Sommer, oder sie schränken die Anzahl der hundefreundlichen Stellplätze ein. Andere wiederum haben bestimmte Bereiche, die ganzjährig hundefrei sind. Es lohnt sich immer, im Voraus nachzufragen oder direkt beim Campingplatz zu buchen und dabei anzugeben, dass du einen Hund dabei hast. So gibt es keine bösen Überraschungen bei der Ankunft.

Muss mein Hund in der Schweiz immer an der Leine sein?

Eine allgemeine Leinenpflicht gibt es in der Schweiz nicht überall, aber die Regeln variieren je nach Kanton und Gemeinde. In Wäldern, Naturschutzgebieten und in der Nähe von Wildtiergebieten gilt oft Leinenpflicht, besonders von April bis Juli während der Brut- und Setzzeit. In vielen Bergregionen sind Hunde in der Nähe von Alpen und Weidegebieten ebenfalls angeleint zu führen. Informiere dich vor jeder Wanderung über die lokalen Vorschriften, zum Beispiel auf der Website der Gemeinde oder des Nationalparks.

Welche Region eignet sich am besten für den ersten Hundeurlaub in der Schweiz?

Für den ersten Urlaub mit Hund empfehlen sich das Berner Oberland, das Appenzellerland oder der Thurgau. Diese Regionen bieten gut beschilderte Wanderwege, viele hundefreundliche Unterkünfte und eine abwechslungsreiche Landschaft ohne zu viele Einschränkungen. Das Berner Oberland punktet mit spektakulären Bergpanoramen und einem dichten Wanderwegenetz, während das Appenzellerland mit sanften Hügeln und gastfreundlichen Dörfern überzeugt.

Darf ich mit meinem Hund in Schweizer Zügen und Seilbahnen fahren?

Ja, Hunde dürfen in den meisten Zügen der SBB mitfahren. Du kaufst für deinen Hund ein separates Ticket zum halben Preis des eigenen Fahrscheins. Kleine Hunde in einer Transporttasche sind oft kostenlos. In Seilbahnen und Bergbahnen gelten unterschiedliche Regeln: Viele lassen Hunde zu, verlangen aber eine Leine oder einen Maulkorb. Am besten rufst du direkt bei der jeweiligen Bahn an oder schaust auf deren Website nach, bevor du losfährst.

Wann ist die beste Jahreszeit für Wanderungen mit Hund in den Schweizer Alpen?

Die beste Zeit ist von Juni bis Oktober, wenn die meisten Bergwege schneefrei und gut begehbar sind. Im Sommer solltest du früh starten, um die Mittagshitze zu vermeiden, denn Hunde leiden schneller unter Überhitzung als wir. Frühling und Herbst sind angenehm kühl, aber achte im Frühjahr auf Wildtiere, da viele Tiere Jungtiere aufziehen und Störungen besonders schlecht vertragen. Im Winter sind viele Höhenwege unpassierbar oder nur mit Schneeschuhen erreichbar.

Was sollte ich für eine Wanderung mit Hund einpacken?

Neben der normalen Wanderausrüstung brauchst du für deinen Hund ausreichend Wasser und einen faltbaren Napf, genügend Futter für unterwegs, Hundekotbeutel, eine Leine und bei Bedarf eine Schleppleine, eine Hundepfeife, Erste-Hilfe-Material für Hunde (Verbandsmaterial, Zeckenzange, Wundspray) und in exponierten Lagen allenfalls eine Hundedecke oder einen Rucksack für den Hund selbst. Ein aktueller Impfausweis sollte immer dabei sein, besonders wenn du die Landesgrenze überquerst.

Wie verhalte ich mich, wenn mein Hund auf Wildtiere trifft?

Ruf deinen Hund sofort zu dir und leinte ihn an. Wildtiere wie Rehe, Gämsen oder Murmeltiere stressen sich stark, wenn sie gejagt werden, und können sich verletzen oder Jungtiere verlassen. Halte deinen Hund vor allem im Frühling und Frühsommer konsequent unter Kontrolle. In Nationalparks und Wildschutzgebieten ist Leinenpflicht ohnehin vorgeschrieben. Mit etwas Umsicht kannst du trotzdem wunderschöne Wildtierbeobachtungen machen, ohne die Natur zu stören.

Was tue ich, wenn mein Hund auf Weidetiere wie Kühe oder Schafe trifft?

Leinte deinen Hund sofort an und führe ihn ruhig und zügig am Rand der Weide vorbei. Wenn Kühe aggressiv auf euch zukommen, lass die Leine los und bring dich selbst in Sicherheit, denn Kühe reagieren besonders stark auf Hunde. Lass deinen Hund nie frei in der Nähe von Schafen laufen. Halte grundsätzlich genug Abstand zu Weidetieren und weiche lieber auf einen Umweg aus, wenn die Situation unklar ist.

Wie finde ich hundefreundliche Unterkünfte in der Schweiz?

Viele Campingplätze, Ferienwohnungen und kleinere Hotels akzeptieren Hunde, oft gegen eine kleine Zusatzgebühr. Filtere auf Buchungsplattformen wie Booking.com oder direkt auf der Website des Anbieters nach der Option «Haustiere erlaubt». Frag beim Reservieren immer nach, ob es Einschränkungen gibt, zum Beispiel zur Grösse des Hundes oder ob er allein im Zimmer bleiben darf. Campingplätze sind oft besonders hundefreundlich, weil ihr Hund sich frei bewegen kann und ihr direkt in der Natur seid.

Camping mit dem Hund in der Schweiz: Es lohnt sich

Camping mit Hund in der Schweiz ist kein Hexenwerk. Mit ein bisschen Vorbereitung, der richtigen Wahl des Campingplatzes und etwas Rücksicht auf andere Gäste steht einem entspannten Abenteuer nichts im Weg. Du wirst schnell merken, dass dein Hund wahrscheinlich der begeistertste Reisebegleiter ist, den du dir vorstellen kannst.

Lass dich nicht davon abschrecken, wenn du das erste Mal mit deinem Vierbeiner in die Natur aufbrichst. Vieles ergibt sich von selbst, und die schönsten Momente entstehen oft einfach so. Und wenn du noch mehr Lust auf Planung bekommen hast: Stöber ruhig weiter auf unserer Website nach Campingplätzen und jeder Menge Inspiration für deinen nächsten Aufenthalt in der Schweizer Natur.